Katalog

Sind Gewalttätigkeit und Gewaltfähigkeit eine Frage des Geschlechts? Oder ist das, was als typisch männliches und weibliches (Gewalt-)Verhalten gilt, die Folge gesellschaftlicher Regeln und Tradi- tionen, die folglich auch veränderbar sind? Die Ausstellung »Gewalt und Geschlecht« ermöglicht mit rund 1000 Exponaten einen aufregenden und erkenntnisreichen Blick auf das Spannungsfeld geschlechtstypischer Zuschreibungen. Das Begleitprojekt »Targeted Interventions« – gefördert von der Kulturstiftung des Bundes –macht den Ort selbst zu einem Teil der Ausstellung. Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr prä- sentiert Arbeiten zeitgenössischer KünstlerInnen weithin sichtbar an der Fassade, in der Dachzone, im Außenbereich und im Erdgeschoss des Neubau-Keils. Die Installationen von Louise Bourgeois, Birgit Dieker, Sylvie Fleury, Steinunn Thórarinsdóttir, den Guerrilla Girls, Morten Traavik und Via Lewandowsky irritieren gängige Erwartungen an den Gedächtnisort deutscher Militärtradition. 9 783954 983223

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