Diese Schrift ist auf Anregung vieler in Gorbitz engagierter Bürger und des Arbeitskreises Stadtteilmarketing entstanden. Nach jahrelangen Bemühungen um die Zukunft des Stadtteils bestand der Wunsch, seinen öffentlichen Ruf zu verbessern. Gorbitz entstand in den 80er Jahren als eines der größten Neubaugebiete der DDR, in dem heute mehr als 25000 Menschen leben. Dieser Stadtteil gehörte damals zu den begehrtesten Wohngebieten Dresdens. Mit der Wende 1989 hatte sich jedoch eine doppelte Wahrnehmung entwickelt, bei der die Gorbitzer an ihrem überwiegend positiven Selbstverständnis festhielten, während sich in der Öffentlichkeit zahlreiche Vorurteile herausbildeten.
Anliegen war es deshalb, die Geschichte von Gorbitz in all ihren Erscheinungen und Konflikten unvoreingenommen zu erforschen und darzustellen. Dabei wurde stets versucht, den Blickwinkel der hier Lebenden zu erfassen: Wie haben die Gorbitzer gewohnt, gearbeitet und gefeiert? Bei den Recherchen erschloss sich ein überraschend vielfältiges Bild der Geschichte, die bis an die Anfänge von Dresden zurückgeht. Gorbitz stand mit seinem Kammergut über Jahrhunderte im Mittelpunkt einer äußerst reichen Kulturlandschaft zwischen Zschonergrund und Plauenschem Grund. Diese Schrift will daher an den vergessenen Kulturreichtum im Westen von Dresden erinnern und deutlich machen, dass der zum Teil in den 90er Jahren verdrängte Lebensalltag der DDR zu unserem heimatgeschichtlichen Bewusstsein dazugehört.
In der Reihe "Aus der Geschichte eines Dresdner Stadtteils" sind lieferbar:
Pieschen
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