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Die Inventare der kurfürstlich-sächsischen Kunstkammer in Dresden

Herausgeber: Dirk Syndram und Martina Minning, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
1384 Seiten, 695 meist farbige Abb.
31 x 24 cm, Schuber
Erschienen 28.09.2012
ISBN 978-3-940319-99-9

298,00 EUR

Im Jahr 2010 konnten die Museen der Dresdner Kunstsammlungen auf eine 450-jährige Geschichte zurückblicken. Denn 1560 gründete Kurfürst August die kurfürstlich-sächsische Kunstkammer im Dresdner Residenzschloss. Sie war damit eine der ältesten ihrer Art. Die Sammlung wurde über die Jahrhunderte von seinen Nachfolgern gepflegt und kenntnisreich erweitert. Dank der erhaltenen Kunstkammerinventare ist die Sammeltätigkeit der sächsischen Kurfürsten sehr gut dokumentiert. Sie bieten nicht nur wichtige Informationen zu den Objekten selbst, zu deren Erwerbung und den beteiligten Künstlern, sondern stellen auch eine einzigartige Quelle dar, um Rückschlüsse auf die Sammlungsgeschichte, den sich wandelnden Geschmack und den höfischen Kulturaustausch zu gewinnen.
Das Jubiläumsjahr ist ein gebührender Anlass, diese Forschungsgrundlage zugänglich zu machen: Veröffentlicht werden die Transkriptionen von vier der sieben erhaltenen Kunstkammerinventare – dem ersten Inventar von 1587 und dem letzten von 1741 sowie von zwei weiteren Bänden (1619 und 1640), die wichtige Zäsuren markieren. Die Edition der Kunstkammerinventare wird durch einen umfangreichen Essayband vervollständigt, in dem ausgewiesene Wissenschaftler die Fülle des Materials unter sammlungsgeschichtlichen und thematischen Aspekten untersuchen: Im ersten Teil wird die Geschichte der Dresdner Kunstkammer von ihrer Gründung bis zur Auflösung im Jahr 1832 nachgezeichnet und zugleich in den europäischen Kontext des höfischen Sammelns gestellt. Der zweite Teil ist bedeutenden Bestandsgruppen gewidmet; so werden beispielsweise die innovativen Werkzeuge, die virtuos gearbeiteten Elfenbeine oder die Gemälde der Kunstkammer ausführlich vorgestellt. Sammlungsgeschichtliche und objektbezogene Forschungen ergänzend, werden zudem rezeptionsästhetische Fragen angeschnitten.

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