Fred Stein

Dresden – Paris – New York

 
Herausgeber: Stadtmuseum Dresden; Erika Eschebach; Helena Weber
240 Seiten, 144 Abb., farbig und sw, Fotografien Duplex
in deutscher und englischer Sprache
28 x 22 cm, Festeinband
Erscheinungsdatum 28.4.2018
ISBN 978-3-95498-365-0
38,00
Fred Stein gehört zu den Pionieren der Kleinbild­fotografie der 1930er und 1940er Jahre. Das foto­grafische Œuvre des Quer­ein­steigers ist ein bewegendes und bewegtes Zeugnis der Geschichte des 20. Jahrhunderts; er schuf beein­druckende Ansichten von Städten und Menschen. Im Jahr 1909 als Sohn eines Rabbiners in Dresden geboren, war der über­zeugte Sozialist nach dem Macht­antritt der National­sozialisten 1933 gezwungen, seine Heimat­stadt zu verlassen. In der Not der Flucht und Emigration offenbarte sich sein heraus­ragendes Talent als sensibler Porträt- und Straßen­fotograf. Die Liste der Porträtierten liest sich wie das »Who is Who« des 20. Jahrhunderts: Hannah Arendt, Albert Einstein, Willy Brandt, Arnold Zweig, Egon Erwin Kisch, Bertolt Brecht, Marlene Dietrich, Salvador Dalí, Martin Buber, Thomas Mann. Seine Foto­grafien zeichnen sich durch tiefe Mensch­lichkeit und einen hinter­gründigen Humor aus. Als huma­nistisch gesinnter Intellek­tueller bewahrte er sich immer den Blick für das Ganze – er foto­grafierte mehr als nur den perfekten Augenblick.
Der Katalog zeigt eine Auswahl der bedeu­tendsten Foto­grafien Fred Steins. Eine ausführ­liche Bild­biografie erzählt das Leben des Künstlers, und Essays namhafter Kunst- und Kultur­historiker ordnen sein Werk in den kunst­histo­rischen und ideen­geschicht­lichen Kontext ein.