Leseprobe

Vor 100 Jahren wurden die von Johan Thorn Prikker entworfenen avantgardistischen Glasfenster in die Dreikönigenkirche in Neuss eingebaut. Wie konnte die Stadt Neuss vor 100 Jahren zu einer Keimzelle der internationalen modernen Kunstszene werden? Der Band beleuchtet die Entwicklung der Moderne im Rheinland und stellt dabei den Niederländer Thorn Prikker (1868 –1932), seinen Krefelder Schüler Heinrich Campendonk (1889 –1957) und den mit beiden befreundeten Heinrich Nauen (1880 –1940) in den Fokus. Hinzu kommen Aspekte des Werks von Peter Behrens (1868 –1940). Neben Gemälden und Zeichnungen entwarfen die Künstler Textilien, Möbel, Wandbilder, Mosaike und Glasfenster – für private und öffentliche Gebäude ebenso wie für Kirchen im Rheinland. Sie knüpften weitreichende Kontakte zu Kollegen, Mäzenen und Auftraggebern und nutzten die Netzwerke des »Sonderbunds« und des »Deutschen Werkbunds«. Anhand von fast 200 ausgesuchten Kunstwerken wird das vielfältige und damals höchst umstrittene Schaffen der heute arrivierten Künstler veranschaulicht.

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