Agnieszka Gasior; Julia Trinkert

Erfolgreiche Einwanderer

Künstlermigration im Ostseeraum in der Frühen Neuzeit.
Studia Jagellonica Lipsiensia 22

 
Herausgeber: Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa; Jirí Fajt; Markus Hörsch
304 Seiten, 159 teils farbige Abb.
teils in deutscher, teils in englischer Sprache
27 x 21 cm, Festeinband
Erscheinungsdatum 21.3.2022
ISBN 978-3-95498-646-0
49,00
Mobilität und Migration waren in der Frühen Neuzeit wie heute wichtige Motoren künstlerischer Entwicklungs- und Transfer­prozesse. Doch welche Faktoren spielten dabei eine entschei­dende Rolle? Wie wirkten sich Kriege, militärische Konfron­tationen, aber auch Hungers­nöte und Epidemien auf Künstler und Kunst­hand­werker in der Ostsee­region der Frühen Neuzeit aus? Welche Chancen boten sich für sie durch Bewegung und Mobilität? Welche Orte waren für sie attraktiv, wie integrierten sich die Einwanderer in der Fremde, und wie wurden sie dort erfolgreich? Mit diesen Fragen befassen sich die Autoren im vorliegenden Band und untersuchen anhand vielfältiger Fallbeispiele Wander­bewegungen verschie­dener künstle­rischer Berufe, tatsäch­liche Arbeits­bedin­gungen sowie die damit einher­gehen­den dynamischen Transfer­prozesse. Gerade militäri­sche Konflikte steigerten bei den beteiligten politischen Prota­gonisten das Bedürfnis nach visueller Kommuni­kation und künstle­rischer Reprä­sentation. Für Künstler und Kunst­hand­werker wirkte sich eine weite Wanderung in ein fremdes Land auf diese Weise trotz hohem Risiko, einge­schränktem Wissen um ferne Gebiete und beschwer­lichem Reisen oft günstig auf das individuelle Fort­kommen aus. Als Resultat führte dieses Phänomen zu künst­lerischen Innova­tionen im gesamten hier unter­suchten Kultur­raum mit seinen eng unter­einander verknüpften Regionen, Metropolen und Orten.