Fotografieren verboten

Die Gerichtszeichnung

 
Herausgeber: Ulf Sölter; Gustav-Lübcke-Museum Hamm
96 Seiten, etwa 140 meist farbige Abb.
28 x 24 cm, Festeinband
Erscheinungsdatum 30.7.2020
ISBN 978-3-95498-562-3
18,00
Das Gustav-Lübcke-Museum in Hamm zeigt eine Ausstellung zu einem bislang kaum beachteten Thema: die Gerichtszeichnung. Bedingt durch das Verbot der Medienbericht­erstattung aus deutschen Gerichtssälen entstehen bis heute ­gezeichnete Bilder, die Prozesse nicht nur dokumentieren, sondern die interessierte Öffentlichkeit an den Verhandlungen geradezu teilnehmen lassen. ­Auftraggeber für die zumeist kolorierten Zeichnungen sind TV-Anstalten und Zeitungen. Die durch Künstlerhand entstandenen Werke schließen eine Lücke in der medialen Berichterstattung.
In der Ausstellung werden Zeichnungen zu verschiedenen Prozessen präsentiert, die uns auch heute noch gegenwärtig sind, beispielsweise der Kachelmann-Prozess oder die Dutroux-Prozesse. Die Prominenz der an einer Verhandlung beteiligten Person, die kaum vorstellbare Grausamkeit eines Verbrechens, das große Unrecht, das geschehen ist, oder auch einfach nur der lokale Bezug bedingen unsere lebendigen Erinnerungen an das, was uns die Bilder der Gerichtszeichnerinnen und Gerichtszeichner erzählen.