Umbrüche. Erfahrungen gesellschaftlichen Wandels nach 1989

Spurensuche. Geschichte und Kultur Sachsens, Band 8

 
Herausgeber: Ira Spieker; Enno Bünz; Winfried Müller; Joachim Schneider; Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde
184 Seiten, 70 Abb., farbig und sw
23 x 21 cm, Klappenbroschur
Erscheinungsdatum 16.9.2019
ISBN 978-3-95498-500-5
10,00
Die »Friedliche Revolution« und die Vereinigung der beiden deutschen Staaten bedeuteten einen tiefen historischen Einschnitt, dessen Folgen bis heute nachwirken. Neben den Verände­rungen in Politik, Wirtschaft und Recht stellte das Ende der real­sozia­listischen Gesell­schaft eine bedeut­same Erfahrung für viele Menschen dar. So ging mit dem Verlust der Alltags­welt der DDR eine Umstellung auf neue Anforde­rungen, Frei­heiten und Zwänge einher, die in ganz unter­schied­licher Weise – als Chance, als Nieder­lage oder als Not­wendig­keit – bewältigt wurden.
Das Buch nimmt bislang wenig bekannte Facetten der Zeit nach 1989/90 in den Blick und beleuchtet die damit verbundenen Erfah­rungen und Inter­preta­tionen. Thema­tisiert werden indivi­duelle und kollektive Trans­forma­tions­erfah­rungen ebenso wie die insti­tutio­nellen Verände­rungen und Wand­lungen der Erinnerungs­kultur. So entsteht das Bild eines Umbruch­prozesses, dessen Wider­sprüch­lich­keit der Vorstellung einer gerad­linigen Umgestal­tung entgegen­steht.