Sabine Wenzel

Drei Villen in Dresden

Die Geschichte einer Familie zwischen Kaiserreich und Zweitem Weltkrieg

 
200 Seiten, 228 teils farbige Abb.
28 x 21 cm, Festeinband
Erscheinungsdatum 31.7.2019
ISBN 978-3-95498-490-9
24,00
Dieses Buch erzählt die Geschichten dreier Villen in Dresden und die ihrer Bauherren, Eigen­tümer und Bewohner zwischen 1871 und 1939. Beides ist untrennbar mitein­ander verbunden. Die Besitzer der Villen gehörten zwei aufein­ander­folgenden Genera­tionen einer wohl­situierten, sich dem Gemein­wohl der Stadt verpflichtet fühlenden deutsch-jüdischen Familie an. Ihre Lebens­geschichten schienen nach 1945 im kollek­tiven Bewusst­sein Dresdens verloren gegangen zu sein. Ab 1990 wurden die Schick­sale der Häuser und ihrer früheren Eigentümer wieder­entdeckt und erforscht. Dieses Buch stellt die Bauten und Menschen einer interes­sierten Öffent­lichkeit vor und weist auf die beiden erhaltenen Villen als authen­tische Orte groß­bürger­lichen jüdischen Lebens im Dresdner Stadtraum hin.
Die Geschichten in diesem Buch handeln von Architektur, Kultur und Tradition, von Identität und Religion, von Familie, Heimat und Vater­land, von bürger­licher Bildung und Lebensart, von Recht und Gesetz, von Ehre und Pflicht. Sie handeln auch von Ausgrenzung und Terror, von Vertreibung und Flucht und von Verlust und Erinnerung. Und sie handeln von Empathie und Humor, die den aus dem national­sozialis­tischen Deutsch­land emigrierten Familien­angehö­rigen bei ihrem Neuanfang als engagierte Weltbürger nicht abhanden gekommen sind.