Christoph Kaufmann; Peter Leonhardt; Anett Müller

Plan!

Leipzig, Architektur und Städtebau 1945–1976

 
Herausgeber: Stiftung Sächsischer Architekten
168 Seiten, 188 Abb., farbig und sw
21 x 21 cm, Klappenbroschur
Erscheinungsdatum 20.12.2018
ISBN 978-3-95498-448-0
20,00
Der Band zeichnet die wechsel­volle und facetten­reiche Bau­geschichte der Messe­stadt Leipzig in den drei Jahr­zehnten nach Kriegs­ende bis zur Grund­stein­legung des Wohn­gebietes Leipzig-Grünau im Sommer 1976 nach und spannt dabei den Bogen vom Wieder­aufbau und der Phase der Natio­nalen Bautradi­tionen bis hin zum indus­triellen Bauen. Er dokumentiert die Aus­stellung »Plan! Leipzig, Architektur und Städtebau 1945–1976« des Amtes für Bau­ordnung und Denkmal­pflege der Stadt Leipzig, des Stadt­archivs Leipzig und des Stadt­geschicht­lichen Museums Leipzig ebenda (2017) und im Zentrum für Bau­kultur Sachsens in Dresden (2019).
Bestimmte in den 1950er Jahren in deut­licher Abgrenzung zum Wieder­aufbau in der Bundes­republik das Leitbild der kompakten und monu­mental kompo­nierten Stadt den Aufbau am Prome­naden­ring und in der Wind­mühlen­straße, setzte sich zu Beginn der 1960er Jahre, als die DDR wieder in den inter­natio­nalen Aus­tausch eintrat, das Konzept der offenen Stadt­land­schaft mit großen Frei­räumen durch. Typen­projek­tierung und indus­trielles Bauen machten die Besonder­heit der DDR-Architektur aus. Sie waren die Instrumente einer voll­ständigen Stadt­erneue­rung von innen, die sich von Traditions­bindungen weitgehend löste. Mit dem Wohnungs­bauprogramm und seiner Konzen­tration auf schnellen Wohnungs­zuwachs ging das Interesse der Partei­führung an einer sozia­listischen Umgestaltung der Städte aber schon Mitte der 1970er Jahre wieder deutlich zurück, und der groß­angelegte Stadt­umbau blieb ein Fragment.
Die Publikation mit ihren zahl­reichen unver­öffent­lichten Plänen und Fotos trägt zu einem besseren Verständnis der Zeit, zur gründ­licheren Kenntnis ihrer baulichen Leistungen und zur Ver­tiefung von Wert­maß­stäben bei.