Barfuß ins Himmelreich?

Martin Luther und die Bettelorden in Erfurt

 
336 Seiten, 234 meist farbige Abb.
29 x 23 cm, Klappenbroschur
Erscheinungsdatum 17.10.2017
ISBN 978-3-95498-316-2
34,00
Die Kirchen­bauten der Barfüßer, Dominikaner und Augustiner-Eremiten prägen noch heute das Erfurter Stadtbild. Mit ihrer auf die Bedürfnisse der spät­mittel­alter­lichen Stadt­gemeinden ausgerich­teten Theologie und Spiri­tualität haben die am Ideal der Armut, Mission und Christus­nachfolge orien­tierten Bettel­orden ein ganzes Zeit­alter bestimmt und tiefe Spuren in der Kirchen-, Geistes- und Sozial­geschichte hinter­lassen. Ohne die Erfahrungen seiner Erfurter Jahre als Univer­sitäts­student, Novize und Augustiner-Mönch wäre deshalb Martin Luthers Weg zur Reformation so nicht möglich gewesen.
Der in Zusammen­arbeit von Historikern, Theologen, Kunst­wissen­schaftlern, Archäologen, Denkmal­experten und Museums­fachleuten entstan­dene Band widmet sich erstmals den vielfältigen Beziehungen der Bettel­orden zur Stadt­gesell­schaft und stellt die bedeutende Rolle ihrer Konvente für die geistliche Daseins­fürsorge, öffent­liche Predigt, stiftungs­bezogene Kunst­produktion, städtische Ökonomie und univer­sitäre Bildung dar. Er schlägt den Bogen von der Ansiedlung der Orden im 13. Jahrhundert und ihrer Tätig­keit in der Region über die Bau­geschichte und Aus­stattung ihrer Kirchen bis zur Auflösung der Klöster im Nachgang der Reformation. Zudem wird der Frage nach­gegangen, wie sich Themen der Reformations- und Geistes­geschichte für heute aktualisieren und museal darstellen lassen.