Das Paradies auf Erden

Flämische Landschaften von Bruegel bis Rubens

 
Herausgeber: Uta Neidhardt; Konstanze Krüger; Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister
368 Seiten, 233 meist farbige Abb.
24 x 30 cm, Festeinband
Erscheinungsdatum 1.10.2016
ISBN 978-3-95498-252-3
39,80
Im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts wird die Natur zur Landschaft. Die natürliche Umwelt ist erstmals in Bildern denk- und darstellbar – und gilt dabei zunehmend als schön und wertvoll. Die Entstehung der Landschafts­malerei verdankt sich großen Umwälzungen in der Geistes- und Kunst­geschichte und hat ihren Dreh- und Angel­punkt in Flandern. Der überaus reiche Bestand flämischer Gemälde in Dresden erlaubt es, die Heraus­bildung des neuen Genres in allen seinen Entwicklungs­schritten bis zu den Höhe­punkten barocker Landschafts­malerei facettenreich darzustellen.
Es ist das Zeit­alter der großen Entdeckungen und karto­grafischen Vermessung der Welt, wie auch der Erschließung von Handels­wegen, die den flämischen Regionen Wohlstand bescheren. Die Natur wird mit dem Blick des naturkundlich-distanzierten Entdeckers und des staunenden Gläubigen betrachtet. Die Sehnsucht nach dem Paradies als Ort des Einklangs des Menschen mit der Schöpfung kommt in der neu entstehenden Bildform dabei genauso zum Ausdruck wie seelische Abgründe, die dem Einzelnen auf seinem Lebensweg drohen.
Die Basis der flämischen Landschafts­darstellungen bildeten detaillierte Studien nach der Natur, welche die Maler jedoch in ihren Werk­stätten zu kunstvollen Panoramen zusammen­fügten. Auf diese Weise schufen die flämischen Maler des 16. und 17. Jahrhunderts irdische Paradiese: in ihren Köpfen – und im Gemälde.