Von Leonardo fasziniert

Giuseppe Bossi und Goethe

 
Herausgeber: Hermann Mildenberger; Serena Zanaboni
284 Seiten, 167 farbige Abb.
28 x 22 cm, Klappenbroschur
Erscheinungsdatum 25.8.2016
ISBN 978-3-95498-242-4
38,00
Der Band erschließt Aspekte italienischer und ergänzend deutscher klassizistischer Zeichen­kunst aus dem Fundus der Graphischen Sammlungen in Weimar. In Zusammen­arbeit mit italienischen Wissen­schaftlern des Castello Sforzesco in Mailand, der dortigen Universität und Biblioteca Nazionale Braidense wird der Lebens­leistung des faszinierenden, jung verstorbenen Mailänder Klassizisten Giuseppe Bossi nachgegangen.
Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach erwarb anlässlich einer Reise in die Schweiz und nach Oberitalien 1817 in Mailand aus dem Nachlass des 1815 verstorbenen Künstlers Giuseppe Bossi zahlreiche Zeichnungen, die sich schließlich auf mehr als 100 dieses Klassizisten in Weimar beliefen. In den folgenden Jahren wurden aus dem gut etablierten Mailänder Netzwerk eine Fülle von Kunst­objekten und Büchern für Weimar erworben.
Bossis obsessives Studium der Kunst von Leonardo da Vinci, insbesondere dessen »Abendmahl«, inspirierte Goethe zu intensiven Studien. Über das Mailänder Beziehungs­geflecht fand auch der junge Künstler Friedrich Preller die Chance, als Stipendiat in Italien zu lernen. Prellers klassizistisch-mediterrane Prägung war Anlass und ein Auftakt zum immer wieder neu inspirierten Fortleben der Kunst des Klassizismus in Weimar bis hin zum Beginn des Ersten Weltkrieges.

In der Reihe »Im Blickfeld der Goethezeit«, die bedeutende Bestands­gruppen der Graphischen Sammlungen in Weimar der Öffentlichkeit erschließt, sind bisher erschienen:
»Aquarelle und Zeichnungen aus dem Bestand der Kunstsammlungen zu Weimar«, »Franz Theobald Horny. Ein Romantiker im Lichte Italiens«, »Geheimster Wohnsitz. Goethes italienisches Museum«, »Chiaroscuro. Italienische Farb­holzschnitte der Renaissance und des Barock«, »Von Callot bis Greuze. Französische Zeichnungen des 17.und 18. Jahrhunderts«.