Eine Kutsche und zwei Königreiche

Hannover und Großbritannien 1814–1837

 
Herausgeber: Thomas Schwark; Historisches Museum Hannover
148 Seiten, 260 farbige Abb.
28 x 24 cm, Klappenbroschur
Erscheinungsdatum 16.5.2014
ISBN 978-3-95498-088-8
7,95
Im Oktober 1814 – das Kurfürstentum Hannover war soeben zum König­reich erhoben worden – traf in der Residenzstadt die repräsentative Kutsche des britischen Thronfolgers Georg ein. Der vergoldete und reich verzierte Wagen war von London nach Hannover transportiert worden, weil der Besuch eines Vertreters des Königs­hauses vorbereitet wurde. Und tatsächlich benutzte der frisch gekrönte Georg IV. 1821 bei seinem Hannover-Besuch die mit acht weißgeborenen Pferden bespannte Prunkkarosse.
Der 1783 in London gebaute Wagen symbolisiert so recht die Personal­union zwischen der Weltmacht Großbritannien und dem deutschen Mittel­staat Hannover und steht daher im Zentrum der Themen­ausstellung des Historischen Museums. Zugleich wird der Blick auf einen prägenden Moment der Welt­geschichte gerichtet: auf die Ausein­ander­setzung zwischen den europäischen Mächten England und Frankreich, in der es nicht zuletzt um die Herrschaft auf den Welt­märkten und um die Durchsetzung von Freiheit und Gleichheit für die Untertanen ging.
Die Ausstellung wirft Schlag­lichter auf die politische, kulturelle und wirtschaftliche Situation im Kurfürstentum/Königreich Hannover und lädt dazu ein, die Spuren der bewegten, für viele Zeitgenossen aber auch leidvollen Zeit am Ende der Personal­union zu entdecken.