Krieg der Geister

Weimar als Symbolort deutscher Kultur vor und nach 1914

 
Herausgeber: Wolfgang Holler; Gerda Wendermann; Gudrun Püschel; Klassik Stiftung Weimar
352 Seiten, 286 meist farbige Abb.
28 x 22 cm, Festeinband
Erscheinungsdatum 1.8.2014
ISBN 978-3-95498-072-7
9,95
Weimar spielte in der Zeit von 1900 bis 1918 eine besondere Rolle als »Identifikationsort der deutschen Kultur«. Wie unter dem Brennglas verdichten sich hier die ästhetischen und kultur­politischen Konfrontationen, lässt sich die intellektuelle Aufrüstung im Zeichen der Nationa­lisierung der Künste beobachten. Harry Graf Kessler, Adolf Bartels, Selma von Lengefeld, Ernst Haeckel, Rudolf Eucken, Großherzog Wilhelm Ernst, Elisabeth Förster-Nietzsche und Eugen Diederichs – sie alle sind (un-)freiwillige Teilnehmer am »Krieg der Geister« in Weimar.
Diese Kunst-, Kultur- und Mentalitäts­geschichte wird mit Zeugnissen der Zeit unterlegt: von Gemälden, Grafiken, Plakaten, Foto­grafien über architektonische und plastische Arbeiten bis hin zu literarischer Propaganda, öffentlichen Aufrufen und Feldpost­sendungen. Die Überhöhung des sogenannten klassischen Erbes sowie die Mythisierung der Stadt und ihrer Umgebung als gemütvolles »Herz Deutschlands« bilden den Hinter­grund, vor der dieser bislang wenig betrachtete Aspekt deutscher Kultur­geschichte aufgefächert wird.