Nils M. Schinker

Die Gartenstadt Hellerau 1909–1945

Stadtbaukunst, Kleinwohnungsbau, Sozial- und Bodenreform

 
504 Seiten, 637 teils farbige Abb.
24 x 30 cm, Festeinband
Erscheinungsdatum 22.1.2014
ISBN 978-3-95498-066-6
79,00
Hellerau ist in die Baugeschichte als erste deutsche und dem englischen Vorbild am meisten entsprechende Garten­stadt eingegangen. Von den reformorientierten Protagonisten um den Möbel­fabrikanten Karl Schmidt, den Architekten Richard Riemerschmid sowie den Werkbund-Geschäfts­führer und Kultur­förderer Wolf Dohrn wurde Hellerau im Sinne einer Muster­siedlung des Deutschen Werk­bundes entwickelt. Es blieb ein unvollendeter städtebaulicher Torso und wurde dennoch zum Mythos verklärt.
Obwohl häufig das Scheitern dieser Utopie beschworen wurde, gilt Hellerau als ein Laboratorium moderner Stadt­planung, typisierten Klein­wohnungs­baus und gemein­nütziger Boden­politik – Gesamt­kunstwerk und Experiment zugleich. Die Arbeit untersucht detailliert über den Zeitraum von der ersten Idee um 1905 bis zur Unter­schutz­stellung als Kultur­denkmal in den 1950er Jahren die Umsetzung von Stadt­baukunst und Wohn­typologien sowie den Anspruch und die Auswirkung des sozial- und boden­reformerischen Programms.