Schuhe von Toten

Dresden und die Shoa

 
Herausgeber: Gorch Pieken; Matthias Rogg
344 Seiten, 254 Abb., farbig und sw
25 x 19,5 cm, Klappenbroschur
Erscheinungsdatum 23.1.2014
ISBN 978-3-95498-054-3
20,00
Im Jahr 2014 jährt sich die Befreiung des KZ Majdanek zum siebzigsten Mal. Das Militärhistorische Museum erinnert ab Januar in einer Sonder­ausstellung an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger, die in Dresden lebten oder aus anderen Teilen Deutsch­lands und Europas stammten und über Dresdner Bahnhöfe in die Konzentrations- und Vernichtungs­lager Treblinka, Sobibor, Belzec und Majdanek deportiert wurden.
In Majdanek wurden ihre Schuhe zentral gelagert und fanden erneut Verwendung, auch bei Schuh­käufern im Deutschen Reich. Unter den Ermordeten befand sich ein Mädchen von zwölf Jahren, das zum Aussortieren der Schuhe eingeteilt war und ein Gedicht verfasste über die »Schuhe von Toten«.
Diesen Themen widmet sich der die Ausstellung begleitende Band mit Beiträgen namhafter Autoren, u.a. Tomasz Kranz, Direktor der Gedenk­stätte Majdanek, Ralph Giordano, Hannes Heer und Winfried Nachtwei sowie der Schau­spielerin Iris Berben im Gespräch mit dem Chefredakteur des ZEITmagazins Christoph Amend.