Das Vogtshaus in Oschatz

Arbeitsheft 18 des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen

 
144 Seiten, 196 meist farbige Abb.
29,7 x 21 cm, Broschur
Erscheinungsdatum 3.9.2012
ISBN 978-3-95498-001-7
12,00
Sensationelle Befunde hat die Bau­forschung am Gebäude Kirchplatz 1 in Oschatz erbracht: Das traditions­reiche Haus, das bisher als spät­mittel­alter­liches Rathaus, Freihof adliger Familien, Siegel­haus der Tuch­macher­innung bekannt war und seit der Mitte des 19. Jahrhunderts als Wohnhaus genutzt wurde, hat seinen Ursprung in der Romanik: Mauer­züge und mehr­teilige, künstlerisch gestaltete Fenster (um 1200) weisen dieses Haus als das bisher älteste nach­weis­bare steinerne Gebäude in einem städtischen Kontext in Sachsen aus. Sehr wahr­scheinlich handelte es sich beim Ursprungsbau um ein Vogtshaus, den Sitz eines mark­gräflichen Vogtes. Damit ist das Gebäude auch für die sächsische Landes­geschichte des Mittel­alters von großer Bedeutung.