Wer durch Strehlen spaziert, kann in seinen Straßen wie in einem spannenden Buch der Bau- und Kulturgeschichte lesen. Selten sieht man verschiedene Baustile, Bauformen und Bauweisen so dicht beieinander. Selten waren und kamen sich unterschiedliche Berufe, Lebensformen und -möglichkeiten so nah wie in dem einstigen Bauerndorf, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts zur Vorstadt wurde. Es gibt im Stadtteil klassische Bauernhäuser und großartige Villen, gebaut in den Neostilen des 19. oder im Jugendstil des beginnenden 20. Jahrhunderts. Parallel dazu wuchsen um 1900 wuchtige Mietshausreihen mit üppigen Fassadendekorationen empor. Nichtweit davon stehen Häuserblöcke aus den 1920er und 30er Jahren, als die Bauhausarchitektur in Strehlen Einzug hielt. Auch Siedlungen mit schlichten Einfamilien- und Reihenhäusern sind aus dieser Periode. Große Wohnkomplexe aus der DDR-Zeit und verschiedenste Bauten, die nach der Wiedervereinigung errichtet wurden, schlagen den Bogen ins Heute. All das und vieles mehr gehört zu dem Ortsmosaik, das die Bewohner in über 700 Jahren zusammenfügten und das sich »Strehlen« nennt.
In der Reihe "Aus der Geschichte eines Dresdner Stadtteils" sind lieferbar:
Pieschen
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