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Susann Buttolo

Das Buch zum »Wiel«

Leopold Wiel zum Hundertsten

Herausgeber: Stiftung Sächsischer Architekten
192 Seiten, 233 teils farbige Abb.
28 x 21 cm, Festeinband
Erschienen 20.11.2016
ISBN 978-3-95498-234-9

28,00 EUR

Friedrich Leopold Wiel (* 1916) gehört zu den bedeutenden Figuren im Architektur­geschehen der DDR. Geboren in Barmen zog es ihn zunächst nach Weimar, später nach Dresden. Als Hochschul­lehrer prägte er für vier Jahrzehnte Generationen von Architektur­studenten mit seiner Entwurfs- und Werklehre. Bekannt wurde er durch sein 1955 veröffentlichtes Lehrbuch »Baukonstruktionen unter Anwendung der Maßordnung im Hochbau« und das 1967 nachfolgende, 12 Auflagen starke Lehrbuch »Baukonstruktionen des Wohnungs­baues«. Beide Bücher wurden zu Standard­werken der Architekten und lagen – kurz der »Wiel« genannt – auf nahezu jedem Zeichen­tisch. Bislang weniger bekannt sind seine zahlreichen Entwürfe und Ideen­vorschläge, mit denen er sich häufig genug den staatlichen oder parteilichen Anordnungen widersetzte und sich dennoch in die Planungs- und Baugeschichte der DDR einschrieb. Seine Wohnungsbau­entwürfe ab Mitte der 1950er Jahre zielten auf Vielfalt und Variabilität, kamen aus (bau)politischen Gründen jedoch kaum zur Umsetzung. 1959 entwarf Wiel im Rahmen eines Wettbewerbs ein Kulturhaus für Dresden, das nach einem beispiel­losen Kampf um die Symbol­haftigkeit sozialistischer Architektur zum Ideen­entwurf für den später so bewunderten wie beliebten Kulturpalast diente. Parallel dazu stand er gemeinsam mit Denkmal­pflegern und Mitstreitern gegen die geplanten zahlreichen Abrisse von Ruinen im einstigen Dresdner Altstadt­kern ein. Es gehört auch zu seinen Verdiensten, dass das Taschenberg­palais, das Residenz­schloss oder die Frauen­kirche als Dresdner Wahr­zeichen schließlich wieder­aufgebaut werden konnten.
Anlässlich seines 100. Geburtstags im Mai 2016 würdigt die Stiftung Sächsischer Architekten das Leben und Werk von Leopold Wiel mit der Heraus­gabe seiner Biografie als einen Beitrag zur Architektur- und Zeit­geschichte der DDR. Wiels reich bebilderte Erinnerungen an die Debatten zu Architektur und Stadtbau­kunst in der DDR und seine zahlreichen Entwürfe zum industriellen Wohnungs­bau fernab des baupolitischen Main­streams werden in diesem Buch lebendig.

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