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Fundamentale Gebote der Sittlichkeit

Der »Euthanasie«-Prozess vor dem Landgericht Dresden 1947

Herausgeber: Boris Böhm, Gerald Hacke, Stiftung Sächsische Gedenkstätten
212 Seiten, 45 sw-Abb.
23 x 16,5 cm, Klappenbroschur
Erschienen 01.12.2008
ISBN 978-3-940319-55-5

15,00 EUR

In den Jahren 1940 und 1941 wurden von den Nationalsozialisten in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein fast 14000 geistig behinderte und psychisch kranke Menschen vergast. Nach Abbruch der zentral organisierten Patientenmorde setzte sich das Töten in verschiedenen psychiatrischen Anstalten, so auch in Großschweidnitz, fort. Hier starben tausende Patienten durch systematischen Nahrungsentzug und überdosiert verabreichte Medikamente.
Zwei Jahre nach Kriegsende kam es vom 16. Juni bis 7. Juli 1947 im Landgerichtsgebäude am Münchner Platz in Dresden zum Prozess gegen 15 Beteiligte der Krankenmorde in Sachsen. Das als Dresdner »Euthanasie«-Prozess bezeichnete Verfahren war das bedeutendste seiner Art in Ostdeutschland. Der vorliegende Sammelband behandelt den Prozess aus unterschiedlichen Perspektiven. Er untersucht die Bemühungen des Landgerichts Dresden, das tausendfache Morden unter Anwendung rechtsstaatlicher Mittel zu sühnen. Auch wird dieser Prozess in den Kontext der allgemeinen politischen Entwicklung sowie der Aufarbeitung von NS-Verbrechen in Ost- und in Westdeutschland gestellt.

In der Reihe "Sächsische Gedenkstätten" sind lieferbar:
Band 11: Geschichte des Speziallagers Bautzen zur Detailseite
Band 12: Das Denkzeichen Vergangenheit ist Gegenwart zur Detailseite
Band 13: Stasi-Gefängnis Bautzen II, 1956–1989 zur Detailseite
Band 14: Fundamentale Gebote der Sittlichkeit zur Detailseite
Band 15: Verurteilt. Inhaftiert. Hingerichtet. zur Detailseite

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